»ABER VON MIR WEISS ICH, DASS ICH KEIN PROGRAMM HABE, NUR DIE UNERKLÄRLICHE SEHNSUCHT, DAS ZU FASSEN, WAS ICH SEHE UND FÜHLE, UND DAFÜR DEN REINSTEN AUSDRUCK ZU FINDEN.«

KARL SCHMIDT-ROTTLUFF, 1914

Michael Morgner

Preisträger 2018

Leben und Werk

1942 in Chemnitz geboren, studiert Kurt Thomas-Michael Morgner von 1961 bis 1966 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 1973 ist er Mitbegründer der »Galerie Oben« sowie 1977 der Künstlergruppe und Produzentengalerie »Clara Mosch« in Karl-Marx-Stadt. 1984 tritt Morgner aus dem Bezirksvorstand des Verbandes Bildender Künstler aus und verweigert die Teilnahme an der X. Kunstausstellung der DDR. 1991 erhält er den Grafikpreis der »Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e. V.« und ist im selben Jahr Gründungsmitglied der »Sächsischen Akademie der Künste« in Dresden und der »Freien Akademie der Künste zu Leipzig«. Von 2003 bis 2007 hat Morgner eine Gastprofessur an der »Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg« inne. 2006 erhält er den Kunstpreis der »Stiftung Christliche Kunst Wittenberg«, 2012 folgt der »Gerhard-Altenbourg-Preis« durch das »Lindenau-Museum« Altenburg. Morgner lebt und arbeitet in Einsiedel bei Chemnitz.

kleiner Felsen, Winter in Einsiedel

Michael Morgner, 1984
Tusche auf Papier
32 x 24 cm
Foto: Herling/Herlin/Werner, Sprengel Museum Hannover

Buhne im Winter

Michael Morgner, 1985
Tusche, Latex auf Papier
63 x 49 cm
Privatbesitz. Foto: Stefan Schiske

Jüdisches Requiem

Michael Morgner, 2000
Tusche, Lavage, Asphaltlack, Prägung auf Bütten, Collage auf Leinwand
3-teilig, je 240 x 108 cm
Foto: László Tóth

Figur im Raum (Aufsteigender)

Michael Morgner, 1990
Tusche, Lavage, Asphaltlack, Prägung auf Bütten, Collage/Décollage auf Leinwand
250 x 200 cm
Stiftung WRT, Hagen

Schreitender

Michael Morgner, 2009
Stahl
520 x 200 x 600 cm
Privatbesitz, als Dauerleihgabe im Kunstmuseum Ahrenshoop